Hintergrund

Historie der Vulkan Brauerei Mendig

Mit dem Jahre 1839 begann in Niedermendig, dem Städtchen der Steinhauer und Steinmetze, eine neue industrielle Goldgräberzeit.

Durch den jahrhundertlangen unterirdischen Basaltabbau waren Felsenkeller von fast 4 qkm Grösse in 30 m Tiefe entstanden, mit einer konstanten Temperatur von 6 -8 Grad Celsius. Für die Brauer eine ideale Bierlagerstätte. So siedelten sich in Mendig mit der Zeit 28 Brauereien an.

1876 erfand Carl Linde die Kühlmaschine. Das war für die Brauerstadt Mendig das Ende. Viele Brauereien wanderten zurück zu ihrem alten Standort oder schlossen für immer.

Übrig blieb nur die damalige Wölker Brauerei bzw. die heutige Vulkan Brauerei (Privatbrauerei). Mit Leidenschaft werden in der Vulkan-Brauerei naturbelassene, unfiltrierte Biere nach dem Deutschen Reinheitsgebot von 1516 gebraut. Damit wird die Brautradition in Mendig erhalten und gepflegt.

Niedermendiger Brauereien

nach M. Friedrich Heidelberg

Mit dem Jahre 1839 beginnt in Niedermendig, dem Städtchen der Steinhauer und Steinmetze, eine industrielle Goldgräberzeit ganz anderer Ausrichtung. In der eindrucksvollsten Hinterlassenschaft des jahrhundertelangen, unterirdischen Basaltabbaues, den weitläufigen Felsenkellern Niedermendigs, fanden die Brauer ideale Bierlagerstätten. Gleichmäßige Verdunstungskühle in ca. 30 Meter tiefen, zu Bierkellern ausgebauten, ehemaligen Steinbrüchen ermöglichte die ganzjährige Produktion untergärig, nachvergorener Lagerbiere von bester Qualität.

So ist es nicht verwunderlich, wenn wir von da an eine Vielzahl von Brauereien in Niedermendig vorfinden, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hier ihrem Gewerbe nachgingen. Der Anfang diese Felsenkeller zu nutzen geht zurück auf den Braumeister Joseph Gieser aus Neuwied und sie findet Ihr Ende nach 1876, als Carl Linde seine Kältemaschine erfunden hat. Eine weitere schwere Krise für die Niedermendig Brauer stellte der Erste Weltkrieg dar. Viele Betriebe, die bis zu diesem Zeitpunkt noch Niedermendiger Felsenbier produzierten, gaben den Standort mit den vermutlich tiefsten Bierkellern der Welt auf oder erloschen ganz.

In der nachfolgenden Aufstellung  bezieht sich die Ortsangabe auf den Stammsitz der Brauerei, sofern sie nicht in Niedermendig gegründet worden war. Die Jahreszahl bezieht sich meist auf eine Umfirmierung oder das Erlöschen des Betriebes.